31.08.2020 | Zurück zur Übersicht


Mitten in der Bauphase!

Bis im Sommer 2021 entsteht bei uns ein neues Produktionsgebäude mit zwei Produktionsstockwerken und einem Zwischengeschoss. 

Dem Bau ging eine lange Projektphase voraus

Das Gebäude Werk II stammte aus dem Jahr 1907 und war entsprechend sanierungsbedürftig. Da der Gebäudeteil unter Denkmalschutz und im Inventar der schützenswerten Objekte steht, wurde bereits im Jahr 2016 mit den ersten Abklärungs- und Planungsarbeiten begonnen. Daraufhin arbeiteten Planer, Kanton, Behörde und Denkmalschutz eng zusammen und es konnte ein Produktionsgebäude geplant werden, welches alle Anforderungen erfüllt. Ein Teil der Mauern des alten Gebäudes werden stehen gelassen und mit dem Neubau verbunden.

 

Einige Gebäudemauern bleiben vom Abbruch verschont. 

Visualisierung des Neubaus mit den bestehenden Gebäudemauern in rot. 

Aktuelle Bauphase und Fertigstellung im 2021

Ein Teil der Belegschaft musste im Herbst 2019 in ein provisorisches Gebäude umziehen, danach konnte mit dem Rückbau und anschliessenden Abbruch des bestehenden Gebäudes begonnen werden. Ab März 2020 startete plangemäss der Baugrubenaushub. Seither wurden Boden und Wände des Erdgeschosses und Zwischengeschosses fertiggestellt. In der aktuellen Bauphase werden Wände und Decke des Obergeschosses erstellt. Der Zeitplan gibt vor, dass der Rohbau im November, vor Wintereinbruch, fertiggestellt wird.

Im nächsten Jahr erfolgen Fenster, Tor, Fassade gefolgt vom Innenausbau mit Heizung, Lüftung, Klima, Sanitär und elektrische Anlagen. Die Betriebseinrichtungen und der Umzug der Abteilungen und Maschinen erfolgen ab dem Sommer. So sollte bereits im Herbst 2021 produktiv in den neuen Fertigungsräumen gearbeitet werden können.

 

Sicht auf die Baustelle im August 2020.

Baufortschritt im Zeitraffer vom Januar bis August 2020.

Im Fokus: Wirtschaftlichkeit und Effizienz

Ab Beginn der Gebäudeplanung wurde auf eine optimale Produktionsplanung geachtet, damit die Ressourcen besser genutzt und Aufträge einfacher und effizienter gefertigt werden können. Um die Räume entsprechend optimal für die jeweiligen Arbeitsplätze und Maschineneinrichtungen zu planen, wurden die jeweiligen Abteilungsleiter schon früh in die Konzeption miteinbezogen.

Im Erdgeschoss werden die Abteilungen Stanzerei, Schweisserei und Qualitätskontrolle zu stehen kommen. Im Zwischengeschoss sind Räume für die Mitarbeitenden geplant wie Garderobe, Kantine und Terrasse. Im Obergeschoss werden die Abteilungen Werkzeugbau, Bohrabteilung und Metalldrücken sein.

Ein Highlight des Neubaus wird der neue Lean-Lift sein, welcher über die zwei Produktionsstockwerke geht. So werden die Werkzeuge für die Stanzmaschinen durch den Werkzeugbau im Obergeschoss hergestellt und über den Lift der Stanzerei im Erdgeschoss zur Verfügung gestellt. Nach Beendigung des Auftrages werden die Werkzeuge wieder eingelagert und durch die Werkzeugmacherei gewartet. Somit entsteht auf kleinster Grundfläche ein Maximum an Lagerkapazität, was Lagerraum und Kosten einspart und einen wesentlich effizienteren Arbeitsablauf ermöglicht.

Neues Kraftwerk für ökologischen Strom

Im Zusammenhang mit dem Erneuerungsbau, bei welchem stark auf Nachhaltigkeit gesetzt wird, haben wir entschieden, in die Produktion von erneuerbarem Strom zu investieren. Durch die Erneuerung des Kraftwerks kann die Hans Eberle AG künftig knapp zehn Prozent des jährlichen Strombedarfs mit selbst erzeugter Energie decken. Der Strom wird für die Haustechnik des direkt anliegenden Neubaus eingespiesen. So werden künftig Heizung, Kühlung, Lüftung, Beleuchtung des neuen Gebäudes durch saubere Energie aus eigener Produktion abgedeckt. Die Heizung/Kühlung erfolgt über eine Grundwasserpumpe.

 

Anlieferung der 11 Tonnen schweren Wasserkraftschnecke

Das Kraftwerk wird in den trockengelegten Dorfbach gehoben.